brigitta seidel M.A.

Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT) - Paarberatung - Eheberatung

Wir alle wünschen uns dauerhafte, tiefe Beziehungen in der Partnerschaft bzw. in der Ehe. Manchmal ist jedoch Sand im Getriebe.

Moderne Paarbeziehungen können bei der Ausgestaltung ihrer Inhalte kaum noch auf Traditionen oder Vorbilder vorheriger Generationen zurückgreifen.

Vielmehr basieren heutige Paarbeziehungen auf individuellen Absprachen vieler Lebensbereiche. Das kann zum einen eine Zunahme an Lebensqualität bedeuten, weil individuelle Bedürfnisse eine besondere Beachtung finden. Zum anderen können die dadurch möglich werdenden Freiräume auch gravierende Konflikte in der Partnerschaft mit sich bringen, weil Entscheidungsmöglichkeiten meist auch Entscheidungszwänge bedeuten. Eine Paartherapie, Paarberatung oder Eheberatung kann Ihnen helfen, neue Perspektiven zu entwickeln.

 

Gerade biographische Übergänge können Herausforderungen darstellen oder auch Partnerschafts- bzw. Ehekrisen auslösen, z. B.

  • Ablösung aus der Herkunftsfamilie
  • Einigung über Rollenteilung in der Ehe oder Partnerschaft
  • Wohnortwechsel
  • berufliche Neuorientierung eines Partners
  • Übergang in die Elternschaft - das erste Kind wird geboren
  • die Kinder gehen aus dem Haus- "empty nest"
  • Übergang eines oder beider Partner in das Rentenalter
  • Trauer

 

Andere Anliegen für eine Paartherapie, Paarberatung oder Eheberatung können sein

  • unbefriedigende Interaktion- bzw. Kommunikationsmuster
  • Streit in der Beziehung
  • Lebensentwürfe entfernen sich voneinander
  • unerfüllter Kinderwunsch
  • Resignation in der Paarbeziehung
  • Unsicherheit, ob Trennung bzw. Scheidung eine Lösung ist
  • alle anderen Aspekte, die als unbefriedigend erlebt oder als Beziehungsprobleme wahrgenommen werden

 

Krisen in der Partnerschaft sind Chancen für eine Weiterentwicklung.

Als Paartherapeutin biete ich Ihnen professionelle Unterstützung und Begleitung an, Ihre Beziehungskrise zu überwinden und erneut zu einer erfüllten, von gegenseitigem Verständnis geprägten Liebesbeziehung zu gelangen. In einer allparteilichen Vorgehensweise werden die jeweiligen Ziele und Wünsche beider Partner erarbeitet. Die Ausrichtung der Arbeit erfolgt auf die Zukunft und gleichzeitig wird in der Vergangenheit nach Ressourcen Ausschau gehalten.

 

 

 

Zum Nachdenken:

Prof. Jürg Willi, der renommierte Paartherapeut, Paarforscher und Arzt aus der Schweiz hält Scheidung in vielen Fällen für keine geeignete Lösung destruktiver Paarkonflikte. Scheidung bringt oft nicht das, was von ihr erwartet wird, insbesondere dann nicht, wenn Kinder da sind. Das Ansteben einer Scheidung erweist sich oft als Irrtum. Oftmals schafft Scheidung zusätzlich neue Probleme anstatt sie zu lösen.
Prof. Jürg Willi erscheint es oft leichter, eine destruktive Eskalation in einer Ehe zu vermeiden, als sich der Illusion zu überlassen, mit Scheidung ließen sich die Beziehungsprobleme aus der Welt schaffen.
Ein Großteil der Bevölkerung wünscht sich ein Leben in stabilen Familienverhältnissen und ist vom Zerbrechen der Familie schwer betroffen. Bevor man die Auflösung der Beziehung ins Auge fasst, ist zu überlegen:

  • Haben wir uns ausreichend Gedanken gemacht über das Wesen einer Lebensgemeinschaft, über ihre Möglichkeiten und Grenzen?
  • Haben wir uns in Geduld und Beharrlichkeit mit uns selbst und mit unserem Partner auseinandergesetzt?
  • Haben wir uns kreativ um gangbare Wege und Alternativen bemüht?
  • Sind unsere Ansprüche an eine Partnerschaft realistisch oder evtl. überhöht?
  • Haben wir das Vertrauen in die Verbesserungswürdigkeit und Verbesserungsmöglichkeiten unserer Ehe oder Partnerschaft?

Für die persönliche Entwicklung kann es ein Gewinn sein, längerdauernde Krisen in einer Partnerschaft durchzustehen.

(nachzulesen im Buch von Jürg Willi "Was hält Paare zusammen?" erschienen im Rowohlt Verlag, Reinbek)

 

 

In Partnerschaften muss man sich manchmal streiten, nur so erfährt man etwas voneinander.
 

Johann Wolfgang von Goethe